Aktuelles

Gewerbegebiet „Sandhute“ Goßfelden

Am 24. Februar 2016 hat die Gemeinde den letzten Quadratmeter der rechtskräftigen Flächen des Gewerbegebietes „Sandhute“ verkauft.

Damit hat die Gemeinde erstmal keine anzubietenden Gewerbeflächen mehr. Mehr als 10 Jahre hat es gedauert, bis alle Gewerbeflächen verkauft werden konnten. Damit hat die Gemeinde dieses Gewerbegebiet zwar schneller verkauft, als es anderen Kommunen im Landkreis gelungen ist, aber es hat doch „gedauert“ und die Bedingungen waren nicht optimal.

In diese 10 Jahre fielen die Jahre der Finanzkrise, in der es praktisch keine Nachfrage nach Gewerbeflächen gab.

Die letzten Flächen wurden an eine gut eingeführte Spedition verkauft, die ihren Standort aus dem Hinterland nach Lahntal verlegen wird. Mich freut das.

Neubaugebiet „Auf der Leimkaul“ Sterzhausen

Vor wenigen Monaten erst ist der letzte Teilbereich des Neubaugebietes „Auf der Leimkaul“ in Sterzhausen rechtskräftig geworden. Im Oktober 2015 waren die Erschließungsarbeiten abgeschlossen; Wasser-, Abwasser- und Nahwärmeleitungen verlegt und die Baustraße gebaut. Ab da konnte gebaut werden.

Seitdem können wir das in Lahntal fast schon gewohnte Spektakel der scheinbar miteinander „kämpfenden“ Baukräne beobachten. Von Tag zu Tag – Winter hin, Winter her – veränderte sich das Bild vor Ort. Immer mehr Häuser nahmen Gestalt an.

Am 23.02.2016 konnten wir den 32. Bauplatz verkaufen. Es gibt nur noch 2 freie Bauplätze und vier Bauplätze, für die eine Beurkundung noch nicht stattgefunden hat.

Eine schöne Bestätigung guter Politik!

Haushalt 2016

Am 21. Januar 2016 hat die Gemeindevertretung den Haushaltsplan für das vor uns liegende Jahr beschlossen – einstimmig!

Einen knappen Monat vorher, am 15. Dezember 2015, habe ich den Haushalt eingebracht. Seitdem wird er diskutiert und auch Sie können in den Entwurf des Haushaltsplans in der Gemeindeverwaltung Einsicht nehmen. Für jedes Jahr ist die Aufstellung, Beratung und Beschlussfassung des Haushaltes eine Herkulesaufgabe für Bürgermeister, Gemeindeverwaltung und Gemeindevertretung. Wochen, ja Monate vergehen, bis alle Zahlen beisammen und durchgerechnet sind und klar ist, was im neuen Jahr finanziert werden kann und was nicht. Schließlich bestimmt der Haushalt die Arbeit der Gemeindeverwaltung.

Zentral ist immer das Bemühen, den Haushalt auszugleichen, also mit einem Plus abzuschließen. Jahrelang ist uns das wegen der Finanzkrise nicht gelungen. Letztes Jahr konnten wir den Haushalt erstmals wieder mit einem Überschuss von 15.200 Euro einbringen und tatsächlich sieht es so aus, als ob das Haushaltsjahr 2015 mit einem kleinen Plus abgeschlossen werden kann. Der Haushaltsentwurf 2016 ist ebenfalls ausgeglichen, mit einem kleinen Überschuss von 4.900 Euro.

Das ist gut, denn nur mit einem ausgeglichenen Haushalt kann die Gemeinde selbstbestimmt agieren. Das ist wichtig, um auch da helfen oder uns engagieren zu können, wo uns das die Kommunalaufsicht bei einem defizitären Haushalt nicht oder nur eingeschränkt genehmigen würde.

Dazu gehört unser Engagement in der Seniorenarbeit. Die Seniorenarbeit ist uns eine Herzensangelegenheit, aber eben keine „Pflichtaufgabe“. Auch die Unterstützung bei den Sanierungen der evangelischen Kirche in Sterzhausen im abgelaufenen Jahr oder der evangelischen Kirche Goßfelden wäre uns bei einem defizitären Haushalt nicht erlaubt.

Ich finde, unser Haushalt ist ein Werk, das sich sehen lassen kann. Der Ergebnishaushalt umfasst fast 10 Millionen Euro. 2016 wird die Gemeinde fast 2 Millionen Euro investieren und netto keine neuen Schulden aufnehmen.

Die größten Investitionen fließen in unsere Baugebiete. Aus ihnen kommen aber auch die größten Einnahmen, die die Ausgaben am Ende mehr als ausgleichen.

Die größte Einzelinvestition geht 2016 in die Sanierung des Hauses am Wollenberg in Sterzhausen. Die zweitgrößte Investition ist die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für unsere Feuerwehr.

Zusammengefasst kann ich Ihnen sagen: Unsere Gemeinde ist gut für 2016 aufgestellt.

(Das Foto zeigt das zu ersetzende Fahrzeug der FFW Goßfelden bei einer Übung am 31.3.2012.)

Dorfentwicklung Sterzhausen im Endspurt

Goßfelden und zuletzt Caldern konnten seinerzeit aus dem Hessischen Dorfentwicklungsprogramm Dinge verwirklichen, die ohne diese Unterstützung nicht denkbar gewesen wären. Goßfelden verdankt dem Programm unter anderem das Heinrich-Bang-Haus. In Caldern gibt es seit der Dorferneuerung den Klostergarten bei der Nikolaikirche, auch die Reste der Klostermauer konnten restauriert werden. Vor allem aber ermöglichte nur dieses Programm die aufwändige Sanierung des Calderner Dorfgemeinschaftshauses.

Heute heißt das Landesprogramm weniger gefällig „Dorfentwicklungsprogramm“. Tatsächlich hat sich aber dadurch recht wenig geändert. Immer noch ist es eine große Chance für ein Dorf und seine Bürger.

Seit fast acht Jahren ist nun Sterzhausen in diesem Programm. Entstanden ist bereits der Dorfplatz bei der Gemeindeverwaltung. In der ehemaligen kleinen Scheune von Krafts Hof ist das neue Backhaus entstanden. Vor uns liegt nun die Sanierung des Bürgerhauses im Haus am Wollenberg. Wir rechnen mit Kosten von 800.000 Euro. Ohne die 300.000 Euro aus dem Dorfentwicklungsprogramm wäre das Projekt für die Gemeinde kaum zu finanzieren.

Die Sanierung soll im Winter 2016 beginnen und voraussichtlich im Frühjahr 2018 fertig werden. Bevor es los geht, werden wir das Vorhaben und seine Folgen für die Nutzer des Hauses im Sommer noch einmal öffentlich vorstellen. Wir freuen uns, dass auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf als Eigentümer der Halle vorhat, seinen Teil des Hauses am Wollenberg energetisch zu sanieren.

Das Dorfentwicklungsprogramm ist aber auch eine Chance für die Bürgerinnen und Bürger Sterzhausens, für ihre Privatgebäude in den Genuss von Fördergeldern zu kommen. Bisher wurden 29 Maßnahmen gefördert. Rund 983.000 Euro der Investitionen waren förderfähig, rund 230.000 Euro an Zuschüssen wurden ausgezahlt.

Das Programm läuft 2017 aus. Deshalb sollten sich die Sterzhäuser in den nächsten Wochen noch beraten lassen und ihre Chance nutzen, auf den letzten Drücker noch einen Förderantrag zu stellen. Die Beratung kostet nichts. Wenden Sie sich an unser Bauamt.

Kinderbetreuung

Lahntal ist als kinder- und familienfreundliche Gemeinde im Landkreis bekannt.

Diesen Ruf gilt es zu verteidigen. Und wie kann man das besser tun als dadurch, dass das Betreuungsangebot immer den Erfordernissen der Zeit angepasst wird.

Veränderte Gruppengrößen für Kindergartengruppen (besonders für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren) machen es erforderlich, dass die Gemeinde nach den Neubauten in Caldern, Sarnau und Sterzhausen nun auch noch einmal in Goßfelden baut und somit vorbereitet ist, möglichst allen Kindern ab dem 6 Lebensmonat einen Betreuungsplatz anbieten zu können.

Ich finde es allerdings mehr als bedauerlich, dass die Bundesregierung und die hessische Landesregierung zwar vehement den Ausbau der Kinderbetreuung fordern, wenn es aber ums Bezahlen geht, die Kommunen allein lassen.

[03.09.2010] Foto: Anbau an die Kindertagesstätte Goßfelden (August 2010)