Dorfentwicklung Sterzhausen im Endspurt

Goßfelden und zuletzt Caldern konnten seinerzeit aus dem Hessischen Dorfentwicklungsprogramm Dinge verwirklichen, die ohne diese Unterstützung nicht denkbar gewesen wären. Goßfelden verdankt dem Programm unter anderem das Heinrich-Bang-Haus. In Caldern gibt es seit der Dorferneuerung den Klostergarten bei der Nikolaikirche, auch die Reste der Klostermauer konnten restauriert werden. Vor allem aber ermöglichte nur dieses Programm die aufwändige Sanierung des Calderner Dorfgemeinschaftshauses.

Heute heißt das Landesprogramm weniger gefällig „Dorfentwicklungsprogramm“. Tatsächlich hat sich aber dadurch recht wenig geändert. Immer noch ist es eine große Chance für ein Dorf und seine Bürger.

Seit fast acht Jahren ist nun Sterzhausen in diesem Programm. Entstanden ist bereits der Dorfplatz bei der Gemeindeverwaltung. In der ehemaligen kleinen Scheune von Krafts Hof ist das neue Backhaus entstanden. Vor uns liegt nun die Sanierung des Bürgerhauses im Haus am Wollenberg. Wir rechnen mit Kosten von 800.000 Euro. Ohne die 300.000 Euro aus dem Dorfentwicklungsprogramm wäre das Projekt für die Gemeinde kaum zu finanzieren.

Die Sanierung soll im Winter 2016 beginnen und voraussichtlich im Frühjahr 2018 fertig werden. Bevor es los geht, werden wir das Vorhaben und seine Folgen für die Nutzer des Hauses im Sommer noch einmal öffentlich vorstellen. Wir freuen uns, dass auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf als Eigentümer der Halle vorhat, seinen Teil des Hauses am Wollenberg energetisch zu sanieren.

Das Dorfentwicklungsprogramm ist aber auch eine Chance für die Bürgerinnen und Bürger Sterzhausens, für ihre Privatgebäude in den Genuss von Fördergeldern zu kommen. Bisher wurden 29 Maßnahmen gefördert. Rund 983.000 Euro der Investitionen waren förderfähig, rund 230.000 Euro an Zuschüssen wurden ausgezahlt.

Das Programm läuft 2017 aus. Deshalb sollten sich die Sterzhäuser in den nächsten Wochen noch beraten lassen und ihre Chance nutzen, auf den letzten Drücker noch einen Förderantrag zu stellen. Die Beratung kostet nichts. Wenden Sie sich an unser Bauamt.